Zwei Frauen schreiben gemeinsam Weihnachtskarten an einem Tisch, daneben eine Kerze
Weihnachten

Wann verschickt man Weihnachtskarten? Die Fristen im Überblick

Weihnachtskarten scheitern selten am Text. Sie scheitern daran, dass sie am 22. Dezember noch auf dem Küchentisch liegen, geschrieben und liebevoll gemeint, aber eben nicht unterwegs.

Wann verschickt man Weihnachtskarten?

Karten ins Inland sollten spätestens in der Woche vor dem 20. Dezember im Briefkasten sein. Für das europäische Ausland rechnet man rund zwei Wochen, für Übersee etwa vier. Wer die Karten erst kaufen oder gestalten muss, plant zwei zusätzliche Wochen ein und schreibt damit Ende November.

Das sind Erfahrungswerte, keine Zusagen. Die Deutsche Post veröffentlicht jedes Jahr im Herbst verbindliche Einlieferungstermine für Briefe und Pakete. Wer auf den Tag genau plant, sieht dort nach.

Wann fängt man am besten an zu schreiben?

Im November, an einem Abend, an dem sonst nichts ansteht. Der Grund dafür ist nicht die Postlaufzeit, sondern die Aufmerksamkeit: Wer zwanzig Karten in einem Rutsch am 21. Dezember schreibt, schreibt am Ende zwanzig Mal dasselbe. Wer im November anfängt und sich fünf Karten pro Abend vornimmt, denkt bei jeder einzelnen noch an einen anderen Menschen.

Falls dir die Worte fehlen: In Was schreibt man in eine Weihnachtskarte? stehen 40 Textbausteine, sortiert nach Empfänger.

Ist es zu früh, im November zu verschicken?

Zum Schreiben ist es nie zu früh, zum Verschicken schon. Eine Karte, die Ende November ankommt, wirkt verfrüht und wandert oft in eine Schublade, bis der erste Advent vorbei ist. Der gute Zeitraum liegt zwischen dem ersten und dem dritten Advent. Dann steht sie zwei bis drei Wochen auf der Fensterbank, und genau dafür ist sie gemacht.

Wann kauft man die Karten?

Im Oktober, und zwar aus einem wenig romantischen Grund: Im Dezember ist vergriffen, was schön ist. Wer eine bestimmte Karte für einen bestimmten Menschen möchte, kauft sie, solange es sie noch gibt. Zwei oder drei Karten mehr als geplant sind dabei selten verkehrt, denn beim Schreiben fällt einem fast immer noch jemand ein, an den man zuerst nicht gedacht hat.

Praktisch ist auch, gleich die Umschläge mitzudenken. Postkarten brauchen keine, Grußkarten schon, und die Umschlaggröße entscheidet über das Porto.

Berufliche Karten gehen früher raus

Wer Karten an Kundinnen oder Geschäftspartner schickt, ist eine Woche früher dran als bei privaten. Der Grund ist die Weihnachtspause: In vielen Betrieben wird ab dem 20. Dezember niemand mehr am Schreibtisch sitzen, und eine Karte, die dann ankommt, wird im Januar mit der Werbepost weggeräumt.

Der gute Zeitraum liegt hier zwischen dem ersten und dem zweiten Advent. Was in eine solche Karte gehört und was nicht, steht in Weihnachtskarten für Kolleginnen.

Was tun, wenn es zu spät ist?

Dann wird aus der Weihnachtskarte eine Neujahrskarte, und das ist keine Notlösung, sondern oft die bessere Karte. Zwischen dem 27. Dezember und dem 6. Januar bekommt fast niemand mehr Post, und wer in dieser stillen Woche etwas im Briefkasten findet, erinnert sich daran. Am Text ändert sich dabei kaum etwas: Aus „Frohe Weihnachten“ wird „Alles Gute für das neue Jahr“, alles andere darf bleiben.

Wer die Karte gleich für den Januar plant, kann auch zu einer neutralen Karte greifen. Unsere Postkarten haben keinen Weihnachtsbezug und passen das ganze Jahr.

Die kurze Fassung

  • Übersee: Ende November abschicken
  • Europa: erste Dezemberwoche
  • Inland: bis zur Woche vor dem 20. Dezember
  • Schreiben: im November, fünf Karten pro Abend
  • Zu spät: als Neujahrsgruß verschicken, der wirkt oft besser

Karten für dieses Jahr findest du unter Weihnachtskarten, alle klimaneutral gedruckt.