Zwei Freundinnen lachen am Küchentisch, eine hält eine große Porzellantasse
Ermutigung

Herbstabende gemütlich machen: 20 kleine Rituale für dunkle Tage

Um halb sechs ist es jetzt dunkel, und die Abende sind plötzlich lang. Man kann sie verstreichen lassen, mit dem Telefon in der Hand und dem Gefühl, dass der Tag nicht richtig aufgehört hat. Oder man gibt ihnen eine Form. Dafür braucht es keine Kerzen in jedem Zimmer und keinen neuen Lebensstil, sondern ein paar kleine Wiederholungen, die dem Körper sagen: Jetzt ist Feierabend.

Wie macht man sich den Herbst zu Hause gemütlich?

Nicht durch mehr Dinge, sondern durch Wiederholung. Gemütlich wird ein Abend, wenn er einen erkennbaren Anfang hat, eine Tasse, ein Licht, ein Platz, und wenn das Telefon dabei nicht die Hauptrolle spielt. Die Rituale unten sind nach Tageszeit sortiert, vom Nachhausekommen bis zum Nachttisch. Zwei oder drei davon reichen, und sie dürfen wechseln.

20 Rituale für den Herbstabend

Beim Nachhausekommen

  1. Die Jacke aufhängen und eine Minute stehen bleiben. Bevor irgendetwas angeht, Licht, Herd, Telefon, einen Moment im Flur bleiben und ankommen. Es klingt nach nichts, und es verändert den ganzen Abend.
  2. Licht vor Bildschirm. Die erste halbe Stunde nach dem Dunkelwerden gehört der Lampe oder der Kerze, das Telefon liegt in einem anderen Zimmer. Ein Abend wird erstaunlich lang, wenn er nicht sofort weitergescrollt wird.
  3. Die eine Tasse. Für den Abend eine einzige aussuchen und nur diese benutzen, nicht die vom Frühstück, nicht die aus dem Büro. Der Körper lernt schnell: Diese Tasse heißt, der Tag ist vorbei. Groß genug sollte sie sein, damit niemand nach zwanzig Minuten aufstehen muss. Woran du eine gute Tasse erkennst und warum 532 Milliliter den Unterschied machen, steht in Aesthetic Tassen: woran man eine gute Porzellantasse erkennt.
  4. Den Tee lose aufbrühen. Nicht wegen des Geschmacks allein, sondern wegen der drei Minuten, in denen man wartet und nichts anderes tun kann.
  5. Ein Fenster kurz aufreißen. Kalte Luft für zwei Minuten, dann zu. Danach fühlt sich dieselbe Wohnung wärmer an als vorher.

Am Tisch

  1. Essen am Tisch, nicht auf dem Sofa, auch dann, wenn man allein ist. Ein gedeckter Platz mit Teller und Serviette macht aus dem Abendbrot eine Mahlzeit, und aus dem Abend einen Abend.
  2. Eine Karte schreiben statt einer Nachricht. An den Menschen, an den man heute kurz gedacht hat. Zwei Zeilen reichen, und sie wiegen mehr als jede Sprachnachricht, weil jemand dafür aufgestanden ist. Wie eine persönliche Karte entsteht, wenn der erste Satz fehlt, haben wir in Wie schreibe ich eine persönliche Grußkarte? aufgeschrieben.
  3. Zehn Minuten mit einer Frage. Kein Tagebuch, das klingt nach Pflicht. Eine Frage, ein Blatt, zehn Minuten, dann ist Schluss.
  4. Ein Buch mit Lesezeichen aus Papier, nicht auf dem Tablet. Ein Buch, das man zuklappen kann, beendet den Abend sichtbar.
  5. Den Kalender für morgen ansehen, einmal, dann weglegen. Wer weiß, was morgen kommt, muss nachts nicht daran denken.

Mit anderen

  1. Ein Anruf ohne Anlass. Fünfzehn Minuten mit jemandem, mit dem man länger nicht gesprochen hat. Der Herbst ist die Jahreszeit, in der solche Anrufe willkommen sind, weil alle zu Hause sitzen.
  2. Gemeinsam eine Frage beantworten. Eine Karte ziehen, jede antwortet, niemand kommentiert. Dafür sind die Fragen im Reflexionskarten-Set gemacht, und zu zweit halten sie länger als allein.
  3. Eine Suppe für zwei Tage kochen. Der zweite Abend ist dann schon versorgt, und der Topf auf dem Herd ist für sich genommen ein warmes Bild.
  4. Das Sofa teilen, ohne zu reden. Zwei Menschen, zwei Bücher, eine Decke. Nähe muss nicht gesprächig sein.

Vor dem Schlafen

  1. Die Wohnung für morgen hinlegen. Fünf Minuten: Tasse spülen, Tisch frei, Tasche an die Tür. Der Morgen beginnt dann nicht mit dem Abend von gestern.
  2. Eine Seite schreiben, bevor das Licht ausgeht. Nicht, was passiert ist, sondern was gutgetan hat. Das Protect your peace Journal hat dafür je Woche eine Seite, die nach genau dem fragt.
  3. Ein Satz für den Morgen danach. Abends eine Karte auf den Nachttisch legen, mit einem Satz, den man als Erstes lesen will. Warum ein gelesener Satz anders wirkt als ein gedachter, erklären wir im Beitrag über Affirmationskarten.
  4. Das Telefon lädt in der Küche. Der einfachste Satz dieser Liste, und der mit der größten Wirkung auf den Schlaf.
  5. Drei Atemzüge am offenen Fenster. Länger ausatmen als einatmen. Es ist der Grund, warum auf einem unserer Poster nur ein Wort steht: breathe.
  6. Das Licht als Letztes. Nicht das Telefon zuletzt aus der Hand legen, sondern den Schalter als Letztes drücken. Dann endet der Abend dort, wo er angefangen hat: beim Licht.

Welche Rituale helfen gegen die dunkle Jahreszeit?

Die, die den Tag sichtbar beenden. Dunkelheit ist für viele weniger das Problem als die Formlosigkeit: Der Abend beginnt um halb sechs und hört nicht auf. Ein fester Anfang, eine Tasse oder ein Licht, und ein festes Ende, das Buch oder der Schalter, geben ihm Ränder. Dazwischen darf er leer sein, und genau das ist Erholung.

Was braucht man für einen gemütlichen Abend wirklich?

Weniger, als die Bilder im Netz zeigen. Eine Tasse, die man mag, ein Licht, das nicht blendet, Papier und einen Stift, und einen Platz, an dem das Telefon nicht liegt. Alles andere, Decken, Kerzen, Tee in fünf Sorten, ist Zugabe. Wer mit den vier Dingen anfängt, merkt nach einer Woche, was fehlt, und meistens ist es nichts.

Was zu diesen Abenden passt

Die drei XXL-Porzellantassen (je 24,50 €) fassen 532 Milliliter, sind aus Könitz-Porzellan und von Hand in Deutschland gefertigt; wer sich nicht entscheiden mag, nimmt das 3er-Set (69,90 €). Für die zehn Minuten mit einer Frage das Reflexionskarten-Set (29,90 €) mit 24 Fragen, das Protect your peace Journal (19,90 €) für die Wochenseite oder das Notizbuch Cheers to (13,95 €) für alles, was sonst keinen Platz hat. Für die Karte am Tisch die Für dich Postkarte (2,75 €), für den Nachttisch das Affirmation Set (26,90 €), und für die Wand das Breathe Poster (14,50 €) mit dem einen Wort.

Und wenn von den zwanzig Ritualen am Ende nur die Tasse bleibt: Das ist kein Scheitern. Das ist ein Ritual.

Für gemütliche Herbstabende: