Frau trinkt Kaffee am Schreibtisch, daneben ein Notizbuch
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Was schenkt man Kolleginnen zu Weihnachten?

Kolleginnen zu beschenken ist heikler als Freundinnen zu beschenken, und zwar aus einem einzigen Grund: Man kennt sich gut, aber nicht privat. Ein Geschenk, das zu persönlich wird, bringt beide in eine Lage, aus der man sich am Montag danach nicht mehr herausreden kann.

Es gibt aber einen breiten Bereich zwischen Kugelschreiber und Übergriff, und in dem liegen die guten Geschenke. Hier steht, wie man ihn findet.

Was schenkt man Kolleginnen zu Weihnachten?

Etwas, das im Arbeitsalltag vorkommt, ohne den Arbeitsalltag zu meinen. Eine Tasse, ein Notizheft, eine Karte mit einem Satz, der auch am Schreibtisch gilt. Solche Geschenke werden benutzt und verpflichten zu nichts. Alles, was Aussehen, Wohnung, Körper oder Familienstand berührt, gehört nicht in den beruflichen Kreis.

Wie viel gibt man aus?

Zwischen fünf und zwanzig Euro liegt der Bereich, in dem sich niemand unwohl fühlt. Der genaue Betrag zählt weniger als die Frage, ob alle im Team ungefähr gleich viel ausgeben. Ein Geschenk, das deutlich teurer ist als die der anderen, setzt die Beschenkte unter Druck, statt sie zu freuen.

Wenn es keine Absprache gibt, lohnt es sich, eine anzustoßen. Ein Satz im Teamchat Anfang November erspart im Dezember allen das Rätselraten und der einen Person die Peinlichkeit, als Einzige nichts dabeizuhaben.

Sieben Geschenke, die im Büro funktionieren

  1. Eine Tasse mit Spruch. Sie steht ab Januar auf dem Schreibtisch und erinnert jeden Morgen kurz an den Menschen, der sie geschenkt hat. Unsere XXL-Porzellantassen fassen 532 Milliliter, was für den ersten Kaffee des Tages ungefähr die richtige Größe ist.
  2. Ein Notizheft im Format DIN A5. Es passt neben die Tastatur und ist im Februar noch im Gebrauch. Das Notizheft „Dream big and plan wisely“ kostet sechs Euro und ist damit auch als kleines Dankeschön unverfänglich.
  3. Ein Wochenplaner zum Abreißen. Für alle, die ihre Woche lieber auf Papier sortieren als in einer weiteren Anwendung. Der Wochenplaner-Block ist das Geschenk für die Kollegin, die immer drei Zettel gleichzeitig sucht.
  4. Ein Kartenset für den Vorrat. Das Good to have Kartenset enthält die Karten, die man immer dann braucht, wenn man sie nicht hat. Ein praktisches Geschenk, das nicht nach Verlegenheit aussieht.
  5. Eine einzelne Postkarte mit einem Satz, der passt. Für Kolleginnen, mit denen man ein Jahr lang etwas durchgestanden hat, ist eine Karte mit „I got your back“ mehr wert als jedes Päckchen.
  6. Ein Notizbuch für die Gedanken zwischendurch. Das Notizbuch „Cheers to“ liegt preislich im mittleren Bereich und eignet sich für die eine Kollegin, der man etwas mehr schenken möchte, ohne aufzufallen.
  7. Ein Poster für das Homeoffice. Nur, wenn man den Geschmack kennt. Ein Poster mit Spruch ist ein schönes Geschenk und zugleich eine Entscheidung über fremde Wände, also besser nur unter Kolleginnen, die man wirklich kennt.

Was besser nicht ins Büro geht

Alles, was eine Annahme über das Leben der anderen enthält. Schmuck ist zu nah, Duft ist zu nah, Kleidung sowieso. Ratgeber zu Ernährung, Ordnung oder Selbstoptimierung wirken wie eine Diagnose, auch wenn sie nett gemeint sind. Und Alkohol setzt voraus, dass jemand trinkt, was man selten sicher weiß.

Wichteln im Team: was es leichter macht

Drei Absprachen genügen: ein fester Betrag, ein Stichtag und die Regel, dass niemand mitmachen muss. Der Betrag verhindert das Ungleichgewicht, der Stichtag verhindert die Hektik in der letzten Woche, und die Freiwilligkeit nimmt allen den Druck, die aus Gründen nicht mitmachen wollen, die sie nicht erklären möchten.

Beim Wichteln funktionieren neutrale Geschenke am besten, weil man oft für jemanden zieht, den man kaum kennt. Karten, Notizhefte und Tassen sind genau deshalb Klassiker: Sie passen für fast jeden und wirken trotzdem ausgewählt.

Schenkt man allen oder nur einzelnen?

Wenn das Team klein ist, allen oder niemandem. Ein Geschenk für drei von sieben spricht sich herum und hinterlässt vier Menschen, die sich fragen, woran es lag. In größeren Abteilungen schenkt man den Menschen, mit denen man täglich arbeitet, und das versteht auch jeder.

Wer niemanden übergehen will, aber nicht siebenmal etwas kaufen möchte, schreibt Karten. Sie kosten wenig, sie fallen niemandem zur Last, und ein handgeschriebener Satz bleibt oft länger im Gedächtnis als ein Gegenstand.

Und die Vorgesetzte?

Nach oben zu schenken ist unangenehmer als zur Seite, weil es leicht nach Absicht aussieht. Deshalb gilt hier: entweder das Team schenkt gemeinsam, oder es bleibt bei einer Karte. Ein einzelnes Geschenk von einer Person an die Vorgesetzte bringt beide in eine Lage, die niemand gewollt hat.

Wenn das Team gemeinsam schenkt, funktioniert dasselbe wie unter Kolleginnen, nur eine Spur zurückhaltender im Ton. Eine Karte, die alle unterschrieben haben, ist dabei oft das, woran sich Vorgesetzte am längsten erinnern.

Geschenke für Kolleginnen im Überblick

Was auf die Karte gehört, die zum Geschenk dazukommt, steht in Weihnachtskarten für Kolleginnen. Kurze Formulierungen für wenig Platz finden sich in Weihnachtsgrüße kurz und persönlich.

Was im Büro ankommt: