Eine Frau in Jeansjacke lacht und hat den Baumwollbeutel über der Schulter
Weihnachten

Nachhaltig schenken: worauf es wirklich ankommt

Das nachhaltigste Geschenk, das du je bekommen hast, hatte vermutlich kein Siegel. Es ist das, das du noch hast. Nachhaltigkeit beim Schenken entscheidet sich nicht im Laden an der Beschriftung, sondern ein Jahr später an der Frage, ob das Ding noch in Gebrauch ist oder in der Kiste im Keller liegt.

Was heißt nachhaltig schenken?

Etwas schenken, das benutzt wird, lange hält, kurze Wege hinter sich hat und keine Verpackung hinterlässt, die größer ist als das Geschenk. Die erste Frage ist die wichtigste: Ein Geschenk aus Recyclingpapier, das niemand braucht, ist weniger nachhaltig als eine Porzellantasse, die zehn Jahre jeden Morgen in der Hand liegt.

Die vier Fragen, in dieser Reihenfolge

1. Wird es benutzt?

Das schlägt alles andere. Eine Tasse, ein Notizbuch, ein Wochenplaner werden benutzt. Ein Deko-Objekt wird angesehen und dann nicht mehr. Wenn du unsicher bist, schenk etwas, das sie ohnehin braucht, nur schöner: die Wildflower Porzellantasse (24,50 €) ersetzt die Bürotasse, das Notizbuch Cheers to (13,95 €) den Block vom Discounter.

2. Hält es?

Porzellan hält, wenn es gut gebrannt ist. Unsere Tassen kommen von Könitz, einer Manufaktur in Thüringen, und sind spülmaschinenfest; eine Tasse, die nicht in die Maschine darf, wird nach drei Monaten nicht mehr benutzt. Der I am your sister Shopper (16,00 €) ist aus Bio-Baumwolle mit Jute und hält den Wocheneinkauf aus, Jahr für Jahr. Papier hält, wenn es dick genug ist, und das merkst du beim Schreiben: Unsere Karten sind auf 285 bis 300 Gramm Naturkarton gedruckt, das ist das Doppelte einer Postkarte vom Kiosk.

3. Woher kommt es?

Kurze Wege und bekannte Herkunft. Bei uns: Tassen aus Thüringen, Karten und Poster klimaneutral in Deutschland gedruckt, mit CO2-Ausgleich. Die Amelie Ohrringe (18,90 €) sind von Hand in Deutschland gefertigt, jedes Paar ein Unikat. Wir sagen das nicht, weil es gut klingt, sondern weil du es nachfragen darfst: Wo ein Produkt herkommt, steht bei uns in der Beschreibung, und wo wir es nicht wissen, schreiben wir es nicht hin.

4. Was bleibt von der Verpackung?

Im besten Fall eine Karte. Geschenkpapier, Schleife und Füllmaterial wiegen bei kleinen Geschenken oft mehr als das Geschenk selbst. Eine Karte obenauf, Seidenpapier aus dem letzten Paket, ein Band aus Stoff, das wiederverwendet wird. Wenn du es ganz ohne Verpackung willst, schenk etwas Digitales: Der Organisations-Helfer zum Ausdrucken (4,90 €) kommt als Datei und wird zu Hause nur gedruckt, was gebraucht wird.

Was nachhaltig klingt und es nicht ist

  • Deko aus „Naturmaterial“. Holz, Kork und Jute sind erst nachhaltig, wenn das Ding benutzt wird. Ein Holzherz an der Wand ist so nachhaltig wie ein Plastikherz, nur teurer.
  • Geschenkkörbe. Fünf Dinge, von denen drei nicht gebraucht werden, in einem Korb, der nach Weihnachten im Keller steht.
  • Dinge mit Jahreszahl. Kalender und Jahresplaner sind am 1. Januar des Folgejahres Altpapier. Ein Journal ohne Datum wird so lange benutzt, bis es voll ist.
  • Verbrauchsgeschenke, die niemand verbraucht. Der dritte Tee, die vierte Seife, das fünfte Badesalz. Verbrauchbar ist nur nachhaltig, wenn es auch verbraucht wird.

Das Set, das alle vier Fragen besteht

Eine Tasse, ein Notizbuch, eine Karte: Alle drei werden benutzt, alle drei halten, alle drei kommen aus Deutschland, und als Verpackung reicht die Karte obenauf. Wie du solche Sets zusammenstellst, damit sie einen Satz sagen, zeigen wir in Geschenkset selbst zusammenstellen. Zehn Geschenke, die etwas sagen, statt nur gut auszusehen, haben wir in Geschenke mit Bedeutung statt Deko gesammelt, und was für Menschen passt, bei denen kein Regal mehr frei ist, in Geschenke, die keinen Platz wegnehmen.

Benutzt, haltbar, aus Deutschland: